Einreichung und Prüfung
Die Initiative „Stop Destroying Videogames (Videospielzerstörung stoppen)“ wurde am 26. Januar 2026 mit 1 294 188 überprüften Unterstützungsbekundungen bei der Europäischen Kommission eingereicht. Siehe Europäische Kommission – Aktuelles.
Am 23. Februar 2026 stellte das Organisationsteam gemäß Artikel 15 der Verordnung über die Europäische Bürgerinitiative die Ziele seiner Initiative im Rahmen eines Treffens mit Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen, Kommissionsmitglied Michael McGrath und Bediensteten der Europäischen Kommission vor. Siehe Fotos zur Berichterstattung.
Am 16. April 2026 wurde diese Initiative gemäß Artikel 14 Absatz 2 der EBI-Verordnung außerdem in einer öffentlichen Anhörung im Europäischen Parlament vorgestellt. Im Rahmen dieser Anhörung erläuterte das Organisationsteam seine Ziele und die Mitglieder des Europäischen Parlaments tauschten sich zu der Initiative aus. Die Aufzeichnung und weitere Unterlagen finden Sie auf der Webseite zu der öffentlichen Anhörung.
Das Europäische Parlament hat auf seiner Plenartagung am 21. Mai 2026 eine Aussprache über diese Initiative geführt. Zur Aufzeichnung.
Am 16. Juni 2026 antwortete die Kommission mit einer Mitteilung auf diese Initiative. Pressemitteilung der Kommission
Antwort der Europäischen Kommission
Wichtigste Punkte der Mitteilung:
Die Kommission legt in ihrer Antwort dar, dass sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine rechtlichen Verpflichtungen vorschlagen kann, die gewährleisten würden, dass Videospiele auch nach der Einstellung ihres kommerziellen Betriebs weiter spielbar bleiben.
Das derzeitige EU-Verbraucherrecht sieht jedoch bereits wichtige Schutzvorkehrungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher vor.
Angestoßen durch die Initiative wird die Kommission
- bis 2026 einen Meinungsaustausch mit der Videospielbranche und Verbrauchervertretern einleiten, um einen Branchenkodex für den Umgang mit dem Ende der Lebensdauer von Videospielen auf den Weg zu bringen.
- mit Verbraucherorganisationen und Behörden zusammenarbeiten, um das Bewusstsein für die geltenden Verbraucherrechte, einschließlich der Schutzvorkehrungen zur Wahrung ihrer Interessen, zu schärfen. Die Kommission wird noch vor Ende 2026 über die Anwendung der Richtlinie über digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen Bericht erstatten.
Die aktive Durchsetzung der bestehenden Verbraucherrechte kann auch Anreize für Anbieter schaffen, Videospiele mit längerer Lebensdauer bereitzustellen und Lösungen zu suchen, die den Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher besser gerecht werden.
